Die Story:

Im Januar 1969 wurde das Familien-Coupe Capri vorgestellt, was von den englischen und deutschen Ford Werken zusammen entwickelt worden war. Nur durch unterschiedliche Motoren unterschieden sich die jeweiligen Modellreihen aus Deutschland und England. Es war ein entscheidendes Ereignis für die Kölner Ford Werke, denn seit Jahren konnte nichts befriedigendes an Verkaufsentwicklungen präsentiert werden.

Der Capri sollte in der Tat einen großen Wieder-anstieg des Verkaufs bewirken, was den anderen Modellen von Ford auch nutzen sollte. Endlich kam der Erfolg auch für die europäischen Ford Werke, den das Stammhaus in Amerika mit dem Mustang schon jahrelang einfuhr.

Der Look:

Der Verkaufserfolg des Capris war vornehmlich die unverwechselbare Karosserieform, die sowohl das Flair des Sportwagens als auch genügend Platz für eine Normalfamilie bot. Der bemerkenswert günstige Preis von knapp 7000,- DM für das Einsteigermodell 1300 tat sein Übriges dazu.

Zweifelsfrei nahmen viele Käufer der erträumten Sportlichkeit in Kauf, das in Sachen Sitzkomfort, Sichtverhältnisse und Gepäck-Unterbringung erhebliche Abstriche zu machen waren. Ohne Frage boten innerhalb der Ford Modellreihen Limousinen – mit gleichem Preis und Leistung – deutlich mehr Auto als das Capri Coupe.

Die Technik:

In den ersten Jahren gab es zwei Motoren Modelle die am Besten geeignet waren für ausgewogenes Fahrverhalten, der 1.7 Liter V4 und der 2.0 Liter V6, während der 1.3 und 1.5 Liter Vierzylinder viel zu wenig Leistung boten, um ansatzweise zügige Fahreigenschaften zu erzeugen. Im September 1969 gab es dann erstmals den V6 Motor mit 2,3 Liter Hubraum und 108 PS. 1970 folgte der Capri 2600 GT mit immerhin 125 PS und 205 Nm Drehmoment, was für eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h ausreichte.

Als echtes 200 km/h Auto war dann das Topmodell Capri RS 2600 mit 150 PS und Kugelfischer-Einspritzpumpe für 15.800,- DM ab Oktober 1970 zu haben. Für den aktiven Sport setzte Ford diesen Motor ein, der auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wurde und in der letzten Entwicklungsstufe beachtliche 325 PS lieferte.

Facelift:

Zahlreiche Modifikationen wurden dann 1972 für den Capri durch geführt: Scheinwerfer und Blinker, Heckleuchten, geänderte Sitze und Lenkrad, Armaturentafel mit größeren Rund-Instrumenten und Buckel-Haube für alle Modelle. Wichtigste Änderung war aber das Ende der 4 Zylinder Motoren in V-Bauweise. Diese wurden durch die Reihen-Vierzylinder Motoren des Ford Taunus ersetzt.

Fazit:

Ford hatte in Deutschland bis zu Einstellung Ende 1973 in fünf Jahren Produktion 784.000 Capri MK1 Modelle hergestellt.

Die deutsche Ford Capri Gruppe auf Facebook findet ihr HIER

PS: Ob und wie weit der Capri bei Liebespärchen beliebt war, entzieht sich unserer Kenntnis 😉

 

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