Die Story:

Der Capri 2 wurde bei Ford im Januar 1974 vorgestellt. Die interne Bezeichnung war „Diana“. Die deutschen Ford Modelle wurden nicht nur in Köln gebaut, auch im belgischen Genk seit 1964, jedoch wurden die meisten Capris ab 1976 im Ford Werk in Saarlouis gebaut. Der Verkauf des neuen Ford Coupes startete im Frühjahr mitten in der Ölkrise 1974 und machte direkt zu Anfang die großvolumigen 6 Zylinder-Modelle unattraktiv. Auch der Startpreis für das Einstiegs-Modell Capri 1300 L stieg um kräftige 2.860,- DM im Vergleich zum ersten Capri 1300 L im Jahr 1969.

 

Der Look:

Wichtigste Neuerungen waren die Optik und Funktionalität der Karosserie, den Bodengruppe und entscheidende Technik wurden schlicht vom ersten Capri übernommen. Die nun riesige Heckklappe mit der flachen Glasscheibe machten das Coupe übersichtlicher aber auch deutlich weniger markant. Alle Außen-Bleche wurden geglättet, Zierteile entfernt. Der Innenraum wurde nun durch die neuen unterschiedlichen Ausstattungsvarianten L, XL, GT und Ghia gestaltet. Neu waren die umklappbaren Rücksitze, die die mögliche Ladefläche fast auf Kombi-Niveau vergrößerte.

 

Die Technik:

Die angebotene Motorenpalette blieb nahezu unverändert zum Capri MK1. Nur der 2.6 Liter V6 Motor wurde gestrichen und beim Einsteigermodell 1300 wurde der OHC Motor aus dem Ford Taunus durch den kostengünstigeren, älteren OHV-Escort-Motor mit gleichen Hubraum ersetzt.  Leistungstechnisch waren beide Motoren mit 55 PS für flotte Fahrweise kaum ausreichend. Neu war auch die Positionierung der Stoßdämpfer an der Hinterachse sowie die Anbringung eines Querstabilisators, wodurch die Drehschwingungen der Hinterachse – das sogenannte Trampeln – beim Beschleunigen und Bremsen minimiert werden sollte. Das bis dahin angebotene Automatik-Getriebe von Borg-Warner wurde durch ein im Wirkungsgrad verbessertes, hauseigenes Aggregat ersetzt.

Facelift:

Der Capri MK2 wurde bis Dezember 1977 gebaut – für die letzten zwei Jahre wurden dann noch einmal die Ausstattungsvarianten geändert.  Die neuen Modelle hießen ab 1976 L, GL, S und Ghia. Technik und Optik wurden nicht verändert. Erst im Jahr 1978 erschien dann das große Facelift zum Capri MK3. Die Bezeichnung war inoffiziell, denn der Capri wurde bei Ford als Capri 2’78 bezeichnet. Die Optik war nun gekennzeichnet durch die runden Doppelscheinwerfer und die lange Haube die leicht über die Scheinwerfer herüber ragte. Zusätzlich wurde eine kleine Spoilerlippe in der Front integriert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Motoren Palette wurde der viel zu schwache 1.3 Liter Motor ersatzlos gestrichen. Als Vierzylinder war nun nur noch der 1600 ccm Motor bestellbar, erst ab 1979 wurde ein 2-Liter mit 101 PS angeboten. Als V6 Aggregate gab es in Deutschland nach wie vor die alten 2 Liter (90 PS), 2,3 Liter (108PS) und 3,0 Liter (138 PS) Motoren. Ab 1981 wurden dann endlich modernere, leistungsstärkere Triebwerke angeboten, nämlich der 2,8 Liter V6 mit der Bosch K-Jetronic Einspritzanlage und 160 PS, sowie eine Turbo Version mit Garrett Lader und 188 PS. Letztere war allerdings auf 200 Exemplare limitiert und kostete damals stolze 33.000 DM.

 

Fazit:

Das europäische „Pony-Car“ Capri war letztendlich eine Erfolgsgeschichte, verkaufte doch Ford das Fahrzeug fast 2 Millionen mal in unterschiedlichsten Ausführungen und Standorten.

„Die Begeisterungsfähigkeit trägt deine Hoffnungen empor zu den Sternen.
Sie ist das Funkeln in deinen Augen, die Beschwingtheit deines Ganges, der Druck deiner Hand und der Wille und die Entschlossenheit, deine Wünsche in die Tat umzusetzen.“

Henry Ford I. (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company.

 

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