Start Blech & Benzin Die Legende lebt – Porsche 911

Die Legende lebt – Porsche 911

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Die Anfänge – Nichts geht ohne Pioniere!

Als Chefkonstrukteur hatte sich in jahrzehntelanger Arbeit Professor Dr-Ing.h.c. Ferdinand Porsche bei den Firmen Steyr und Daimler-Benz einen beachtenswerten Ruf erarbeitet. Als Folge daraus gründete er 1930 einen eigenen Konstruktion und Entwicklungsbetrieb – lohnenswerte Aufträge kamen dafür aus der Automobilindustrie, wie zum Beispiel von Auto Union und Daimler-Benz.

Aber vor allem hat Porsche aus den früheren Arbeiten für Zündapp und NSU tragfähige Konzepte für den Volkwagen-Käfer geschaffen, unter anderem gestützt durch hervorragende Mitarbeiter wie Karl Rabe, Xaver Reimspiess und des Professors Sohn Ferry. 1948 war es auch Ferry Porsche, der die sportliche Version des VW entwickelte – das erste Fahrzeug mit dem Markennamen Porsche. Es war der Typ 356, der ab 1950 in Stuttgart-Zuffenhausen serienmäßig produziert wurde und zu einem weltweiten Erfolg führte.

Jahrzehnte voller innovativer Entwicklung

Bis 1965 wurde der 356 in den Serien A,B und C gebaut. Als Nachfolgemodell wurde zunächst der Porsche 912 mit den 4 Zylinder-Motoren des 356 und der Karosserie des völlig neu entwickelten Porsche 911 produziert. Dessen Prototyp wurde September 1963 als Porsche 901 bei der IAA in Frankfurt vorgestellt.

Das Hauptmerkmal war der völlig neue luftgekühlte 6-Zylinder-Boxermotor im Heck des 911er. Das 2-Liter Hochleistungs-Aggregat aus Leichtmetall hatte bereits 110 PS im Modell 911 T, im Modell L dann 130 PS mit der 40er Weber-Vergaser-Anlage und geänderter 1:9 Verdichtung, im Modell S schließlich auf 160 PS mit 1:9,8 Verdichtung.

Das war ausreichend für eine atemberaubende Höchstgeschwindigkeit von 220 Stundenkilometer und einer Beschleunigung in 8 Sekunden von 0 auf 100 km/H. Die Legende war geboren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab 1968 wurden dann erstmals Bosch Saugrohreinspritzungen im Modell 911 E und 911 S verbaut.

Die Verdichtung stieg auf 1:9,9 – Resultat: 140 PS bzw. 170 PS. Ab 1969 wurde dann der Motor auf 2,2 Liter aufgebohrt (ergab bis 180 PS) und ab 1971 wurde zusätzlich der Kolbenhub verlängert.

Das Ergebnis waren nun 2,4 Liter Hubraum und bis zu 190 PS. Porsche baute dann erstmals 1972 Deutschlands schnellstes Serienautomobil – mit 2,7 Liter Hubraum und 210 PS erblickte der 911 Carrera das Licht der Autowelt. Unglaubliche 240 Stundekilometer Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h machten den Carrera in der damaligen Zeit zum Ass in jedem Autoquartett.

 

Erst im Jahr 1975 wurde dann der Carrera vom Überflieger 911 Turbo leistungstechnisch und preistechnisch haushoch überholt. Für phantastische 65.800,- DM (fast das Doppelte vom Carrera 1972) gab es dann 3.0 Liter Hubraum mit 260 PS.

Der Turbo (interne Bezeichnung 930) läutete für die neuen Porsche 911er die G-Modellreihe bis einschließlich 1989 ein. Es folgten die Reihe 964 (bis 1994) und 993 (bis 1998).

 

Das Ende einer Ära – Für den ein oder anderen Fan

Dann endete eine Ära bei Porsche – bis dahin hatten alle 911er Motoren Luftkühlung. Sehr zum Leid der vielen Porsche Fans wurde 1998 das Modell 996 mit wassergekühlten Motor vorgestellt.

Notwendig machten das neue Abgas und Verbrauchsvorschriften in verschiedenen Ländern. Leider litt der so typische 6-Zylinder-Boxer-Motor Sound des bis dato gebauten 911er sehr stark durch die neue Wasserkühlung.

2001, 911 Carrera Coupé, Typ 996, 3,4 Liter, Generationen
© Porsche

Auch die neue Optik mit den sogenannten Spiegeleier-Schweinwerfer machten es dem Modell 996 nicht leicht. Erst 2004 wurden im neuen Modell 997 wieder klassische Rundscheinwerfer verbaut.

So wurd wieder eine Annährung an vorherige 911er Modelle geschaffen. Im Jahr 2011 erschien die siebte Generation des 911er im Modell 991.

Im Modell 992 (ab 2019) soll dann auch erstmals ein Hybridantrieb verbaut werden, um die immer strengeren Abgasvorschriften einhalten zu können. Die Zeit wird zeigen, wohin sich die Legende Porsche 911 entwickeln wird, aber für viele Autoliebhaber ist und bleibt er schlicht das Traumauto.

Alle Fans kennen es sicher schon, für alle anderen empfehlen wir mal einen KLICK zum 9:11 Magazin by Porsche , ein superschöner Blog mit astrein produzierten Videos!

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