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KitKat Club vor dem Aus?

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In den Neunziger Jahren begann die Geschichte des legendären Berliner Fetisch-Clubs KitKat. Seitdem steht das „Kitty“ für hedonistischen Lifestyle, Freizügigkeit – und gute elektronische Musik. Doch damit soll es nun vorbei sein.

Der „Berliner Kurier“ berichtet, dass der KitKat Club im Juni 2020 dicht machen könnte. Die am Wochenende genutzten Räume des KitKat und des Sage Clubs, der sich in derselben Örtlichkeit befindet, seien den Betreibern gekündigt worden.

So ganz habe man die Hoffnung auf ein Fortbestehen des Kult-Ladens noch nicht aufgegeben, erklärte dagegen Lukas Drevenstedt, Geschäftsführer der Clubkommission, einem Zusammenschluss von 250 Berliner Clubbetreibern und Veranstaltern. Er hofft, dass beide Seiten doch noch zusammenfinden, da bislang nicht klar sei, was mit der Örtlichkeit geschehen soll.

Dabei hatten die Inhaber des KitKats zuvor noch eine öffentliche Spendenaktion, ein so genanntes Crowd Funding, ins Leben gerufen, um so Geld zur Finanzierung eines besseren Lärmschutzes zu sammeln. Mit Erfolg, doch der Vertrag wurde dennoch nicht verlängert.

Das „Kitty“ ist nicht der einzige Club, der in den letzten Jahren aufgrund zunehmender Gentrifizierung und damit verbundener Anwohner-Beschwerden wegen zu viel Lärm und steigender Mieten den Betrieb einstellen musste. So schlossen außerdem unter anderem der Bassy Club, das White Trash, das Knaack, Rosi’s und die Bar 25, um nur einige zu nennen.

Unterstützung gibt es von CDU-Politiker Christian Goiny, der das Club-Sterben nicht länger hinnehmen will. Goiny verlangt eine zentrale Koordinierungsstelle, die zwischen Verwaltungsinstitutionen und Clubs vermittelt, Antrags- und Genehmigungsverfahren unterstützt. Denn die Eventszene ist ein wichtiger Bestandteil der Berliner Wirtschaft, so die BZ.

Die schreibt: „In einer 2019 vorgestellten Studie der Senatswirtschaftsverwaltung wurde erhoben, dass die Clubs pro Jahr fast 58 000 Veranstaltungen mit annähernd 71 000 Künstler-Auftritten anbieten. 2017 erzielten sie damit einen Umsatz von 168 Millionen Euro.“

Nicht zu unterschätzen sei außerdem die Tatsache, dass jeder dritte Berlin-Besucher wegen der Clubszene anreisen würde, die Branche dadurch einen Jahresumsatz von 1,48 Milliarden Euro generiere.

Für Fetischwelt deutschland- und weltweit bleibt derzeit allerdings nur zu hoffen, dass doch noch ein Wunder geschieht und das KitKat doch noch gerettet werden kann.

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